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Amalgamsanierung

Amalgam ist ein Füllungsmaterial, dass seit über 60 Jahren den Patienten bei Karies eingesetzt wird. Lange Zeit war es das einzige haltbare Material, was als Füllung angeboten wurde. Die einzige Alternative war ein Goldinlay, das aber vom Patient selber bezahlt werden musste.

Trotz der Haltbarkeit rückte Amalgam immer mehr in den Mittelpunkt der zahnmedizinischen Diskussion. Der Anlass waren medizinische Erkenntnisse über die Auswirkungen der Zusammensetzung von Amalgam. Insbesondere die hohe Dosierung von Blei und Quecksilber führten zu immer häufigeren diagnostizierten Schwermetallbelastungen mit starken Nebenwirkungen bei Patienten. Der Fortschritt der Medizintechnik machte Amalgam verantwortlich für Nierenprobleme, Schwermetallvergiftungen, gynäkologischen Veränderungen, Kopfschmerzen und vieles mehr.

Insbesondere beim Legen von Amalgamfüllungen treten giftige Dämpfe auf, die sowohl vom Patienten als auch vom Zahnarzt und Praxispersonal eingeatmet werden.

1996 zog sich die Fa. Degussa als weltgrößter Amalgamhersteller vom Markt zurück. Amalgam wurde für Risikopatienten und schwangeren Frauen als Füllungsmaterial gesetzlich verboten. Ein generelles Verbot wurde aus Kostengründen von der damaligen Regierung nicht ausgesprochen. Doch immer mehr Zahnärzte, auch wir, lehnen Amalgam wegen zu hoher dauerhafter Schwermetallbelastung für die Patienten ab.

Amalgam ist für einen Patienten eine permanente gesundheitliche Belastung und sollte, wenn Nebenwirkungen erkannt wurden oder aus prophylaktischen Gründen, gegen gesundheitlich unschädlichen Füllungsmaterialien ausgetauscht werden.

Fragen Sie nach einer Amalgamsanierung bei uns an.

Amalgamentfernung

Bevor die eigentliche Behandlung beginnt, wird in einem Beratungstermin besprochen, auf welche Weise die Amalgamsanierung erfolgen soll; ob von einem Heilpraktiker oder einem ganzheitlichem Arzt begleitet oder rein zahnärztlich. Wir kümmern uns um die professionelle Entfernung ihrer Füllungen und ein Co-Therapeut führt die eigentliche Ausleitung bei Ihnen durch– wenn Sie es wünschen und es medizinisch sinnvoll ist. Selbstverständlich erfahren Sie auch Details zur Höhe dieser Investition vorab. Bei vorliegender Belastung oder insuffizienten Füllungen muss das Metall aus dem Zahn entfernt werden, um die direkte Quelle des Einströmens in das Gewebe auszuschalten. Das Entfernen der Amalgamfüllungen ist nicht belastungsfrei. Um die gesundheitlichen Folgeschäden durch austretende Quecksilberdämpfe möglichst gering zu halten, stehen Ihnen verschiedene Schutzmaßnahmen zur Verfügung:

  • Vor dem Bohren empfehlen wie Einnahme von Medizinalkohlepulver zum Schutz von Schleimhäuten und Magen-Darm-Trakt. Hierfür bekommen Sie im Vorfeld der Behandlung ein Rezept.
  • Wir benutzen das Clean up – ein in Schweden entwickelter und patentierter Spezialsauger- zum Schutz gegen den austretenden Quecksilberdampf.
  • Wir achten auf niedrigtouriges Heraustrennen des Amalgams und randständige Schnittführung verhindern eine Überhitzung und reduziert die Menge des austretenden Quecksilberdampfes.
  • Spezialbohrer unterstützen das sanfte Entfernen des Amalgams.
  • Wir entfernen nur so viel wie nötig des Amalgams durch Bohren. Möglichst viel von der Füllung wird in Stücken herausgehebelt. Dadurch wird so wenig wie möglich Quecksilber aus dem Amalgam gelöst.
  • Nach dem Ausbohren wird mit Natriumthiosulfat die Kavität ausgespült. Dadurch wird das noch eventuell im Zahn verbliebene Quecksilber gebunden.
  • 2-3 Füllungen maximal werden pro Sitzung entfernt und entsprechende Ausleitungsintervalle werden eingehalten, aufgrund der unausweichlichen Belastung, die trotz aller Schutzmaßnahmen entsteht.
Amalgamausleitung
Die in das Bindegewebe, in die Organe und auch in das Nervengewebe eingeschwemmten Metallionen müssen ausgeleitet werden. Außerdem muss das durch die Schwermetalle sensibilisierte Immunsystem wieder desensibilisiert werden. Die Ausleitung erfolgt erst, nachdem alles Amalgam und schädigende Metall entfernt wurde und wird durch Ihren Heilpraktiker, ganzheitlichen Arzt oder Homöopathen in Absprache mit uns durchgeführt. Nach der Entfernung der Amalgamfüllungen können die Zähne nicht immer gleich mit einem endgültigen Füllstoff versorgt werden. Interimsfüllungen aus einem neutralen Werkstoff verbleiben 6 – 18 Monate in den Zähnen. Nach erfolgter Aufbauphase kann die definitive Versorgung der Zähne mit für den jeweiligen Patienten individuell verträglichen Materialien erfolgen.
Alternative Materialien

a. Kunststoff-Füllungen

Kunststoff-Füllungen sind eine günstige und einfache Lösung. Sie haben allerdings einige Nachteile:
Sie nutzen sich leichter ab und haben keinen so dichten Rand wie Keramik-Inlays und Komposit-Füllungen.
Deshalb kann es schneller zu erneuter Karies unter und neben den Füllungen kommen – dann müssen sie ausgetauscht werden. Außerdem verfärben sie sich oft dunkel.
Die Haltbarkeit lässt sich eher kurzzeitig einschätzen. Kunststoff-Füllungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

b. Stabile und ästhetische Füllungen aus Komposite

Ästhetische Komposit-Füllungen: Stabil und in Form und Farbe dem Zahn angepasst

Komposit-Füllungen bestehen aus Kunststoff mit einem sehr hohen Keramik-Anteil. Sie werden in einem speziellen Verfahren fest mit dem Zahn verbunden.
Die Keramik gibt den Komposit-Füllungen ihre hohe Stabilität, Abriebfestigkeit und das natürlich schöne Aussehen.
Deshalb sind sie die preisgünstige Alternative zu Keramik-Inlays. Ihre Haltbarkeit ist durchaus mittelfristig einzuordnen. Hochwertige, ästhetische Kompositfüllungen gehören leider nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.

c. Keramik-Versorgungen (Inlay/ Onlay/ Overlay/ Teilkronen)

Hochwertige Keramik-Füllung (Inlay), die in einem Stück in den Zahn eingesetzt wird.

Keramik hat als Füllungsmaterial viele Vorteile: Sie ist nicht nur sehr gut körperverträglich. Keramik ist auch dauerhaft haltbar, sieht natürlich aus und behält ihre helle Farbe auch noch nach vielen Jahren.
Keramik-Inlays werden als sog. Einlage-Füllungen außerhalb des Mundes hergestellt und danach stabil mit dem Zahn verklebt. Sie haben bei optimaler Pflege eine lange Überlebensrate.
Keramik-Inlays sind keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.

Kosten

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, weil zu viele individuelle Faktoren eine Rolle spielen (Anzahl der Füllungen, Ersatzmaterial, Nachweis einer Allergie, notwendige Tests). Entscheidend sollte aber sein, dass Sie auf Wunsch vorab einen individuellen Plan erhalten können, um Klarheit über Ihre Investition zu bekommen.